Band-Geschichte

 

Die wabernden Nebel vergangener Zeiten, welche dem rückwärtig blickenden Wanderer mit jedem weiteren Schritt auf seinem Pfade die Sicht auf den Ausgangspunkt seiner Fahrt in immer dichter werdenden Schwaden weiter zu verhüllen scheinen, gilt es mit dem gleißenden Lichte der Erinnerung zu durchbrechen, auf das die Taten zurückliegender Tage auf ewig verbunden seien mit all jenen Geschehnissen die da kommen mögen. Sie seien uns helles Leuchtfeuer und verlässliche Kompassnadel auf dem ungewissen Weg zu jenem weit entfernten Horizont, den wir Zukunft nennen.

Eines der wohl am häufigsten auftretenden Probleme welchem sich viele „Bandchronisten“ seit jeher gegenübersahen, stellt also mithin die schwierige Rekonstruktion jener Vorgänge dar, welche die eigentlichen Ursprünge und Wurzeln der jeweiligen Band darstellen.

Auch bei „Argonath“ verhielt sich dies nicht anders. So lassen sich auch hier die genauen Umstände der Bandgründung, oder gar ein bestimmtes Gründungsdatum längst nicht mehr exakt ermitteln.
Fest steht jedoch, dass die Anfänge bis in die Schulzeit Marios (Königshofen; Gitarre) und Manuels (Siefers; Gesang) zurückreichen, die bereits zu diesem Zeitpunkt eine langjährige Freundschaft verband. Beide teilten zudem die musikalische Vorliebe für den Heavy Metal, insbesondere für die episch-melodische Spielart dieses Genres.

Während ungezählter Abende und Nächte im Keller des elterlichen Hauses Marios wurde dieser Leidenschaft ausgiebig gefrönt. Vor diesem Hintergrund formte sich schließlich die Idee gemeinsam etwas in diese musikalische Richtung Gehendes entstehen zu lassen. Der Zeitpunkt war erreicht da, der passiven Liebe zur Musik auch eine aktivere Komponente hinzugefügt werden sollte. Mario, der zu diesem Zeitpunkt bereits einige Zeit Gitarrenunterricht genossen hatte, erwarb seine erste „echte“ Metalgitarre und sorgte seither für die angemessend verzerrte „schwermetallische“ Beschallung, während Manuel begann seine ersten Textideen zu entwickeln.
Während dieser ersten Gehversuche auf neuem Terrain wurde zunächst noch nicht ernsthaft das Entstehen einer kompletten Band im eigentlichen Sinne in Betracht gezogen. Vielmehr gab man sich vorerst damit zufrieden in kleinen Schritten einen ersten Song zu entwickeln. Nach einiger Zeit bildete sich so ein erstes Grundgerüst eines ersten Songs heraus. „Halls of Moria“ war geboren.

Textlich drehte sich in diesem ersten Stück alles, wie der Titel bereits erahnen lässt, um eine Episode aus J.R.R. Tolkiens epochalem Fantasyepos „Der Herr der Ringe“. Auch der Name „Argonath“, der sich in etwa zu dieser Zeit für die gesamte Unternehmung herauszubilden begann, stammt originär aus diesem Werk und bezeichnet ein Monument in Form zweier Königsstatuen, welche den Eingang zum Menschenkönigreich Gondor am Fluss Anduin zieren. Der generelle Bezug zu verschiedenen Fantasy Stoffen im Allgemeinen und zu Tolkiens Werken im Besonderen sollte auch weiterhin eine wichtige Konstante im lyrischen Repertoire der Band darstellen. Für den nötigen Rhythmus sorgte indes vorerst ein Drumcomputer. Erste Aufnahmeversuche auf einem analogen 4-Spur Recorder folgten nach einiger Zeit.

Ein erstes einschneidendes Ereignis in der Entwicklung des „2 Mann Projekts“ zu einer wirklichen Band stellte der Beitritt Marcels (Drobek; Schlagzeug) Ende des Jahres 2001 dar. Er brachte nicht nur seine musikalischen Qualitäten und die gleiche Leidenschaft für melodischen Heavy Metal ein, sondern ermöglichte durch seine guten Kontakte zum Jugend- und Veranstaltungszentrum „Cafe Nova“ auch den Einzug in einen ersten „richtigen“ Proberaum in den Katakomben des im Herzen Essen – Borbecks gelegenen Hauses. Von nun an traf man sich regelmäßig um zu proben und weitere Songs zu erarbeiten. Indes wurde die Suche nach weiteren Mitmusikern intensiviert. Ein zweiter Gitarrist wurde bald in Form von Sascha Krey gefunden, der jedoch nach nur einem Jahr die Band wieder verließ. Dieser Platz wurde somit erneut vakant und so kam es, dass man zunächst in der bewährten „Dreierformation“ weitermachte.

So begab es sich schließlich, nach einem „novainternen“ Proberaumumzug, dass recht bald ein erstes Repertoire von fünf Songs und einem Instrumentalstück bereit standen auf einem ersten, selbstproduzierten Album verewigt zu werden. Noch während der Produktionsphase konnten Florian Lütge-Varney (Bass) und Christian Hoenscher (Gitarre) für die Band gewonnen werden um die Besetzung zu erweitern und erste Parts für die Aufnahmen beizusteuern. Die CD erhielt den Namen „Lost in Moria“ und konnte schließlich im April 2005 veröffentlicht werden. Wenig später verließ Christian die Band um sich seinen eigenen musikalischen Projekten widmen zu können. Somit bestand Argonath zunächst wieder aus vier Mitgliedern.

Recht bald jedoch war es an der Zeit im Proberaum wieder ein wenig mehr zusammenzurücken, denn in Form von Yaşar Naumann – einem guten Freund der Band – konnte glücklicherweise im Herbst 2005 ein Keyboarder gefunden werden, der Argonath bei den ersten anstehenden Live-Auftritten tatkräftig unterstützen sollte. Zusätzlich zu seinen Fähigkeiten an den schwarzen und weißen Tasten, profitiert die Band seither auch von seinem großen allgemeinen Musikverständnis.

Derartig verstärkt, konnte im folgenden Winter schließlich die langersehnte Bühnenpremiere im heimischen Cafe Nova gefeiert werden. Die durchgehend positiven Resonanzen auf diesen denkwürdigen Abend machte Lust auf mehr.

Seither arbeitete die Band daher eifrig daran ihr Repertoire durch neue Stücke zu ergänzen und plante weitere Auftritte.
Bei diesen Gelegenheiten konnte man Argonath zudem mit einem weiteren neuen Gesicht bewundern. Im Februar 2006 konnte nämlich Martin Faust als Neuzugang begrüßt werden, der fortan die zweite Gitarre übernehmen, und die Band mit seinen musikalischen Fähigkeiten und seiner Bühnenerfahrung bereichern wird.

Neben einer Anzahl von gelungenen Club-Gigs bot sich der Band im Spätsommer des Jahres zudem die Möglichkeit sich unter freiem Himmel einem noch breiteren Publikum zu präsentieren. Einen absoluten Höhepunkt stellte in diesem Zusammenhang sicherlich der Auftritt am 27.08. 2006 vor mehreren hundert Zuschauern auf dem „Essen Original“, einem sich über die gesamte Essener Innenstadt erstreckenden Musik- und Kulturfestival, dar.

Im Winter 2006/2007 wurde schließlich die Arbeit an neuen Songs intensiviert, welche im Verlauf des Jahres 2007 auf einem nächsten Album verewigt werden sollen.